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Klinikzentrum Mitte (Beurhausstraße 40)
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Klinikzentrum Nord (Münsterstraße 240)
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Informationen für niedergelassene Ärzte

Anästhesieverfahren sind in den letzten 30 Jahren erheblich differenzierter und sicherer geworden

Dazu beigetragen haben nicht nur besser verträgliche und steuerbare Medikamente, sondern auch besseres Monitoring und nicht zuletzt eine bessere Ausbildung der AnästhesistInnen und des OP-Funktionspersonals der Anästhesie.

Es ist heute möglich, auch Patienten sicher durch eine Anästhesie bzw. Operation zu führen, die noch vor 20 Jahren als „nicht narkosefähig“ eingestuft worden wären. Dabei ist zu berücksichtigen, dass auf Grund der demographischen Veränderungen der Bevölkerung die Anforderung an die Anästhesie erheblich gestiegen sind und weiter steigen.

Der Anästhesist wird heute in den Krankenhäusern nicht mehr als „Gasmann“ gesehen, der den Patienten nur innerhalb des OPs sieht, sondern als perioperativer Mediziner, der gemeinsam mit den operativen und konservativen Fachabteilungen den Patienten durch den gesamten perioperativen Verlauf begleitet. Dem entgegen kommt, dass die Anästhesie 4 Felder umfasst: Die Anästhesie, die operative Intensivtherapie, die Schmerztherapie und die Notfallmedizin.

Praktisch hinzugekommen ist als „Fünftes Fachgebiet“ das OP-Management, dass in vielen Krankenhäusern ebenfalls von Anästhesisten durchgeführt wird, in kleineren OP-Bereichen als Nebenaufgabe, in großen OP-Bereichen (ab 10 OP-Sälen) auch als hauptamtliche Tätigkeit.

Die höhere Sicherheit der Anästhesie lässt sich auch konkret in Zahlen ausdrücken

Man geht davon aus, dass das Risiko, an der Anästhesie zu sterben kleiner ist als 1:250 000.

Im Klinikum Dortmund werden pro Jahr mehr als 30 000 Anästhesieverfahren durchgeführt. Damit ist die Anästhesieabteilung mit die größte im deutschsprachigen Bereich, grösser als die meisten universitären Anästhesieabteilungen.

Die Patienten reichen vom frühgeborenen Kind von unter 1000 g bis zum über 100jährigen. Das operative Spektrum ist sehr weit und schließt lediglich Transplantationen und die Kinderkardiochirurgie aus. Darunter ist eine hohe Zahl von schwerkranken Patienten; dabei liegt das Problem nicht unbedingt in der Erkrankung, deretwegen der Patient operiert werden muss, sondern häufig in den Begleiterkrankungen.

Beispielsweise muss ein alter Patient, der sich bei einem Sturz die Hüfte gebrochen hat, oft trotz zahlreicher chronischer Erkrankungen innerhalb von wenigen Stunden operiert werden. Eine lange Vorbereitung des Patienten auf die Narkose und die Operation, z.B. eine Optimierung der medikamentösen Therapie eines Hypertonus, eines Diabetes mellitus, etc., ist nicht immer möglich. Der Anästhesist muss dafür sorgen, dass der Patient die perioperative Phase trotzdem optimal übersteht.

Es gibt heute kaum noch Patienten, bei denen der Anästhesist nach sorgfältiger Prüfung feststellen muss, dass keine Narkosefähigkeit besteht.

Nachfragen für Ärzte in der Anästhesieabteilung

Sekretariat der Anästhesie: 0231 – 953 – 21391