Für ihre Gesundheit. Für unsere Stadt.

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Schmerzen

Pflegerische Schmerzexpert:innen

Das Team des Akutschmerzdienstes des Klinikum Dortmund setzt sich aus unseren pflegerischen Schmerzexpert:innen und den Anästhesist:innen zusammen. Weitere Fachabteilungen wie z.B. Psycholog:innen und den Physiotherapeut:innen können bei Indikation mit einbezogen werden. Der Akutschmerzdienst ist 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche erreichbar.

Schmerzen sind individuell

Schmerz ist ein individuelles Empfinden, dieses ist ein natürliches Warnsystem für den Körper. Schmerzen werden von jedem Einzelnen unterschiedlich empfunden. So kann ein und dieselbe Operation bei unterschiedlichen Patient:innen unterschiedlich starke Schmerzen verursachen. Schmerzen sind auch untrennbar mit unserem Gefühlserleben verbunden. So können Angst, Trauer schmerzverstärkend und Freude und Ablenkung schmerzlindernd wirken.

Es ist wichtig, dass Menschen die unter Schmerzen leiden ernst genommen werden und sich verstanden fühlen. Nur auf Vertrauensbasis ist eine adäquate und erfolgreiche Schmerztherapie möglich.

Da es keine objektive Schmerzmessung mittels Geräten gibt, werden verschiedene Hilfsmittel wie Schmerzskalen eingesetzt, um die Schmerzintensität festzustellen. Dadurch erreichen wir eine individuelle Schmerzmessung. Sie werden regelmäßig durch Mitarbeiter:innen unterschiedlicher Abteilungen nach der Stärke Ihrer Schmerzen befragt.

Ziele der Schmerzebehandlung

Das Ziel der Schmerztherapie ist eine für den Patienten gut tolerable Schmerzsituation zu schaffen. Die Mitarbeiter sind bestrebt dieses durch eine adäquate und individuelle Schmerztherapie für sie herzustellen.

Hierbei ist es nicht immer möglich eine Schmerzfreiheit für den Betroffenen zu gewährleisten.  Besonders nach Operationen und sonstigen Eingriffen dient der Schmerz dem Körper als Warnsignal. Er ist demnach eine wichtige Wahrnehmung um einen unter anderem zur Schonung aufzurufen. Dadurch können häufig Wunden besser heilen, Schonatmungen vermieden und eine frühzeitige Mobilisation unterstützt werden.

Durch eine gute Schmerztherapie und eine daraus resultierende stabile Schmerzsituation, führt unter anderem zur Reduzierung von oben beschriebenen Komplikationen nach Operationen.

Die regelmäßige Einnahme der Schmerzmedikation beugt der Schmerzentstehung vor und reduziert das Risiko der Entstehung chronischer Schmerzen. Bei zusätzlichen Schmerzeskalationen melden Sie sich rechtzeitig, damit individuelle, reduzierende Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Dauer der Notwendigkeit wird täglich in der Visite überprüft.

Schmerztherapie nach Operationen

Vor jeder Operation findet ein Aufklärungsgespräch mit der Anästhesistin / dem Anästhesisten (Narkoseärztin/Narkosearzt) statt. Dieser wird Sie nicht nur über die Narkose, sondern auch über die anstehende Schmerztherapie aufklären. Je nach Indikation und Größe der Operation, beginnt die Schmerztherapie bereits auf den Stationen vor dem geplanten Eingriff.

Nach einer Operation, wird die Patientin/der Patient im Aufwachraum professionell, umgehend und fortwährend betreut. Neben der medikamentösen Schmerztherapie wird bei Indikation schon frühzeitig mit Lagerung und einer Kühlung mittels Gel-Kissen begonnen, um Schwellungen zu minimieren oder auch um das Schmerzempfinden zu blockieren.

Des Weiteren wird in den Aufwachräumen des Klinikums teilweise auf visuelle und auditive Reize zur Ablenkung gegriffen, um zusätzlich das Wohlbefinden der Patient:innen zu fördern. Im Aufwachraum des Westfälischen Kinderzentrum Dortmund gibt es u.a. Musik zum Ablenken, im Aufwachraum des Standortes Mitte einen Wolkenhimmel zu sehen. Dieses sind Teile eines Konzeptes der Schmerzmedizin, um die aufkommenden oder vorhandenen Schmerzen durch Ablenkung zu reduzieren.

Sollte mit der Patientin/dem Patienten im Vorfeld über eine Schmerzpumpe gesprochen worden sein, wird diese zeitnah im Aufwachraum von der betreuenden Pflege angeschlossen und spätestens kurz vor der Verlegung gestartet. Patient:innen ohne Verordnung einer Schmerzpumpe bekommen bereits während der Operation eine anschließende, individuelle Schmerztherapie verordnet. So ist eine kontinuierliche Schmerztherapie gewährleistet.

Die entsprechenden Personen mit einer Schmerzmittelpumpe werden in den Folgetagen von einer Mitarbeiterin/einem Mitarbeiter des Schmerzmanagements mindestens zweimal täglich visitiert.

Bei den täglichen Visiten wird die Dosierung und Wirkung der Schmerzpumpe überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Verschiedene Behandlungsmöglichkeiten mittels Schmerzpumpen

Es gibt unterschiedliche Verfahrensmöglichkeiten die zu einer gut wirkenden Schmerzbehandlung eingesetzt werden können.

Zum Einsatz können verschiedene Katheter je nach Operation kommen. Diese bewirken z.B. eine örtliche Betäubung der entsprechenden Region. Eine weitere Möglichkeit sind die Schmerzpumpen über denen ihnen Schmerzmittel über die Venen verabreicht wird.

Die Schmerzpumpen werden so programmiert, dass diese auf den Patienten individuell eingestellt sind. Bei diesen Verfahren können die Patient:innen die Schmerzmedikation unter anderem eigenständig steuern. Eine Überdosierung mit dem entsprechenden Schmerzmittel kann nicht erfolgen, da eine maximale Dosis im Vorfeld festgelegt wird.

Fremdsprachige Personen haben die Möglichkeit die Gebrauchsanweisung für die Schmerzpumpen sich in auditiver Version anzuhören (12 Fremdsprachen).

Nicht-medikamentöse Schmerztherapie

Nichtmedikamentöse Maßnahmen sind seit tausenden von Jahren fester, unterstützender Bestandteil der Schmerztherapie. Besonders in den letzten Jahren wird ihre wohltuende Wirkung bei vielen wieder bewusster wahrgenommen.

Das Team des Schmerzmanagements hat sich in den letzten Jahren im Bereich der nicht-medikamentösen Schmerztherapie fortgebildet.

Eine große Rolle im Bereich der nicht-medikamentösen Schmerztherapie spielen auch die ganz einfachen Dinge. Die Mitarbeiter:innen des Schmerzmanagements nehmen sich Zeit, um den Patient:innen zuzuhören, zu verstehen und diesen individuell bei den Visiten zu beraten.

Ablenkung

Eine einfache, aber wirksame Maßnahme ist die Ablenkung. Schon ein kurzes Gespräch kann dieses unterstützen, aber auch Medien wie Fernsehen, Tabletts oder Musik. Die Ablenkung bewirkt, dass unser Gehirn mit „was anderem“ beschäftigt ist. Der Schmerz gelangt in den Hintergrund.

Aromaöle

Zum Einsatz können auch verschiedene schmerzlindernde Öle kommen, welche individuell je nach  Einsatzgebiete ausgewählt werden. Diese dienen der medikamentösen Unterstützung, wie z.B. bei Darmtätigkeit nach Operationen oder bei muskulären Problemen. Das Wirkungsprinzip der Öle beruht auf die lokale Wirkung (Aufbringen direkt am Schmerzort) und über den Geruchssinn.

TENS

Eine weitere Maßnahme ist der Einsatz von TENS-Geräte, die per elektrischer Nervenstimmulation eine Schmerzlinderung erwirken können. Die Indikation wird auch hier individuell gestellt. Hierfür stehen uns verschiedene Programme zur Verfügung.

Tape

In manchen Fällen kommt ein kinesiologisches Tape zur Anwendung, um Muskulatur, Sehnen, Bänder und Gelenke zu stabilisieren und zu unterstützen. Hierbei wird der körpereigene Heilungsprozess angeregt, in dem die Blut- und Lymphzirkulation verbessert wird.  Dieses geschieht je nach Anlageort mit Unterstützung der Physiotherapie.

Wärme und Kälte

Ergänzend in der in der Schmerzmedizin, ist die Wärme- und Kältetherapie ein wichtiger Aspekt. Die abschwellende und schmerzlindernde Wirkung von Kühlung ist besonders nach orthopädischen und chirurgischen Eingriffen von Bedeutung.

Die unter anderem als entkrampfend und entspannend wirkenden Wärmeanwendungen können in speziellen Fachbereichen genutzt werden.

Schmerzlindernde Lagerung

Zur Schmerztherapie gehören auch bestimmte Lagerungen. Diese schmerzlindernden Maßnahmen wirken unter anderem durch Entlastung oder Ruhigstellung bestimmter Körperteile. Häufig kommen hierbei Hilfsmittel zum Einsatz.

Chronische Schmerzpatient:innen

Chronische Schmerzpatient:innen können auf den Stationen vom Konsiliardienst des Schmerzmanagements mitbetreut werden. Die Indikation wird individuell durch die Stationsärztin/den Stationsarzt gestellt.

Bei einer Schmerzeskalation der bestehenden Schmerzsymptomatik einer akuten Erkrankung kann der Konsiliardienst mit einbezogen werden.

Anschließend wird mit der zuständigen Ärztin/dem zuständigen Arzt der Schmerztherapie der Fall besprochen und ein individueller Therapievorschlag an die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt empfehlend weitergegeben und von diesen umgesetzt.

Patient:innen, die eine intensive Einstellung der chronischen Schmerzen benötigen oder es eine Optimierung der vorhandenen Schmerzmittel bedarf, haben die Möglichkeit sich in der Schmerzambulanz (+49 (0) 231 953 – 21386) zu melden und dort einen Termin zu vereinbaren.

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