Coronavirus

Was Sie jetzt wissen müssen




Händeschütteln? Leider nein!
Wir müssen eine neue Begrüßungskultur im Haus entwickeln. Händeschütteln und Umarmen geht in Zeiten von Corona leider nicht mehr. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Neue Besucherregelung
  • Besuche sind grundsätzlich untersagt.
  • Ausnahmen in begründeten Einzelfällen möglich, aber nur mit ärztlicher/pflegerischer Vereinbarung per Telefon.

            

Coronavirus – Was Sie jetzt wissen müssen - Infos für die Bevölkerung

(Stand 30.03.2020)

Hotlines zum Coronavirus

Ärztlicher Notfalldienst: 116 117
Gesundheitsamt Dortmund
MO-FR: 7:00 - 18:00 Uhr
Tel: 0231 50-13150
Land NRW: 0211 8554774

Corona-Diagnostikzentrum

Abstriche ohne Termin: Das Corona-Diagnostikzentrum (Zelt) befindet sich auf dem großen Parkplatz vor dem Klinikum Dortmund Nord

 

Quelle: Bundesgesundheitsministerium

 

Video: Der Corona Call mit Dr. Schaaf

30.03.2020

Video: Hygiene schützt

Häufigste Fragen

(zum Ausklappen per Klick auf Frage)

Wie bei der normalen Grippe und anderen Atemwegsinfektionen: Husten und Niesen Sie nur in Ihre Ellenbeuge, nicht in Ihre Hand. Waschen und desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände und halten Abstand zu Erkrankten (1-2 Meter). Auch auf das Händeschütteln sollte verzichtet werden. Da auch die Grippe derzeit in Deutschland um sich greift, sind diese Maßnahmen generell empfehlenswert.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt. Im Schnitt beträgt sie laut der WHO fünf bis sechs Tage.

Die Symptome ähneln denen der gewöhnlichen Grippe: Fieber, Schnupfen, trockener Husten, Halsschmerzen. Im weiteren Verlauf kommt es bei einigen Patienten zu Kurzatmigkeit sowie einer Lungenentzündung. In seltenen Fällen klagten Betroffene über Übelkeit und Durchfall.

Auf keinen Fall sollten Sie ohne vorherigen Anruf zum Hausarzt oder in ein Krankenhaus gehen – sonst besteht die Gefahr, dass Sie weitere Personen anstecken. Gerade in Krankenhäusern befinden sich viele immunschwache Personen.

Wenn Sie befürchten, sich mit dem Virus infiziert zu haben, rufen Sie bitte zunächst bei der Hotline des Gesundheitsamtes an. Die Mitarbeiter werden Ihnen sagen, was zu tun ist.

Wenn die Symptome im Verlauf immer stärker auftreten, Sie dauerhaft hohes Fieber haben und zudem unter Luftnot leiden, rufen Sie im Zweifelsfall den Notarzt.

Man geht bislang davon aus, dass die Ansteckung in erster Linie über den Respirationstrakt, sprich über die Atemwege, passiert. Das bedeutet auch, dass eine korrekte Handhygiene wichtig ist: Viren, die auf Hände gelangen, können über Berühren des Gesichtes übertragen werden. Korrekte Händehygiene ist daher ein wichtiger Teil der Vorsichtsmaßnahme.

Weitere Übertragungswege sind noch nicht abschließend geklärt.

Das ist nach derzeitigem Stand sehr unwahrscheinlich: Coronaviren besitzen eine relativ geringe Umweltstabilität, d.h. die Viren überleben (außerhalb des Körpers) schwankende Umweltbedingungen nicht. (Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertungen)

Immunschwache Personen (z.B. Chemotherapie-Patienten oder Menschen mit angeborener Abwehrschwäche) und ältere Menschen. Auch Raucher haben ein erhöhtes Risiko.

Schwangere haben laut der WHO kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Corona-Viren sind bereits seit den 60er Jahren bekannt und können sowohl Menschen als auch Tiere infizieren (vor allem Säugetiere und Vögel). Neu ist Corona also nicht – neu ist lediglich der Erregerstamm, der sich derzeit verbreitet. Die Viren können verschiedene Krankheiten verursachen, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlich oder tödlich verlaufenden Krankheiten (wie z.B. SARS).

Bislang gibt es keinen Impfstoff.

Eine weitere Ausbreitung soll so gut es geht verhindert werden. Die Inkubationszeit des Virus beträgt 14 Tage, weshalb der Gesundheitszustand über diesen Zeitraum beobachtet werden muss. Die sozialen Kontakte von Betroffenen müssen so lange auf ein Minimum reduziert werden.

Wenn Sie eine Corona-Infektion vermuten, bitten wir Sie, sich nicht in ein Wartezimmer oder einen Wartebereich zu setzen. Bleiben Sie nach Möglichkeit Zuhause und rufen die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes an. Die Mitarbeiter werden Ihnen telefonisch mitteilen, ob Ihr Verdacht berechtigt ist und Sie auf die Krankheit getestet werden sollten. Falls Sie getestet werden, erhalten Sie von den Behörden unmittelbar nach dem Abstrich entsprechende Dokumente, die Sie wie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nutzen können.

Wenden Sie sich telefonisch an die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes Dortmund. Vor allem: Bleiben Sie entspannt, bleiben Sie Zuhause, trinken Sie viel und kurieren Sie die Krankheit aus – so, wie Sie es bei einem grippalen Infekt tun würden. Bei schlimmer verlaufenden Symptomen, dauerhaft hohem Fieber und Luftnot sollten Sie selbstverständlich den Notarzt verständigen.

Nein. Ein Mundschutz schützt Sie nicht vor Infektionen. Am besten schützt eine gute Händehygiene. Niesen und Husten Sie nur in Ihre Ellenbeuge, nicht in Ihre Hände.

Wenn Sie bereits unter einer Infektion leiden, dann kann ein Mund-Nasen-Schutz dazu dienen, Ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung zu schützen. Allerdings verliert der Schutz seine Wirksamkeit bei Durchfeuchtung.

Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt fünf bis sechs Tage, in manchen Fällen bis zu zwei Wochen. Quarantäne bedeutet also nicht, dass die betroffenen Personen sich als Notfälle herausgestellt haben. Sie sind lediglich infektiös. Durch die Quarantäne soll also vor allem die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden.

Weiterführende Informationen findet Fachpersonal auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de/covid-19.
Weiterführende Informationen für Privatpersonen inkl. Hygienetipps stellt das BZgA unter www.infektionsschutz.de zur Verfügung.

Quelle: Robert-Koch-Institut

 

 

Verhaltensregeln

Schwangerschaft und Coronavirus

Liebe Schwangere, wir verstehen sehr gut, dass Sie durch die zunehmenden Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2 (Coronavirus) besorgt sind. Wir wissen aber auch, dass Besonnenheit in dieser Situation für uns alle wichtig ist.

Zwei wichtige und für Sie erleichternde Informationen:

  • Es gibt keine Daten dazu, dass Schwangere, die an dem Virus erkranken, schwerer betroffen sind als Nicht-Schwangere.
  • Es ist wahrscheinlich, dass das Coronavirus nicht über den Mutterkuchen auf das ungeborene Kind übertragen werden kann.

Sie helfen sich und uns, wenn Sie folgende Empfehlungen umsetzen:

  • Kommen Sie nicht zu uns in die Klinik, wenn Sie nur leichte Beschwerden haben (Husten, Schnupfen ohne Fieber über 38°). Das Risiko einer Ansteckung ist im Krankenhaus im Zweifelsfall höher als draußen!
  • Vor einer Schwangerschaftsdauer von 22 Wochen können wir für die Schwangerschaft keine speziellen Maßnahmen ergreifen. Wenn Sie selbst schwerer erkrankt sind, müssen Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Eine Ausnahme ergibt sich nur, wenn Sie Blutungen haben oder eindeutig Fruchtwasser abgeht. Nehmen Sie bitte zunächst telefonisch mit uns Kontakt auf (werktags bis 16.00 Uhr Tel. 0231/953-21488, sonst Zentrale Notaufnahme Mitte 0231/953-21343).
  • Wenn Sie nach 22 Wochen Schwangerschaftsdauer schwerer erkrankt sind, rufen Sie uns bitte zunächst über den Kreissaal an (Tel. 0231/953-20410). Kommen Sie nicht direkt zu uns, sondern befolgen unsere telefonischen Anweisungen.

Wenn Sie diese Empfehlungen konsequent umsetzen, können wir den wirklich Erkrankten helfen, ohne andere zu gefährden. Beachten Sie auch, dass sich Krankenhäuser so schützen müssen, dass die Mitarbeiter möglichst alle gesund bleiben. Sonst droht das Gesundheitssystem zusammenzubrechen!

Prof. Dr. med. Thomas Schwenzer, MBA
Direktor der Frauenklinik
Klinikum Dortmund gGmbH

 

Expertentipps aus dem Hygieneinstitut

Dr. Frank Hünger, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene und klinische Mikrobiologie

Vor allem in den Wintermonaten führen Erreger wie Influenza- oder Noroviren regelmäßig vermehrt zu Infektionen, was immer eine große Herausforderung für das Gesundheitswesen darstellt. Das neuartige SARS-Coronavirus-2 (der Erreger von COVID-19) stellt in dem Sinne nicht viel Neues für unsere Arbeit dar, wir müssen uns aber nun auf eine stark ansteigende Fallzahl einstellen. Neben der Behandlung der aktuellen COVID-19-Fälle muss natürlich die Versorgung aller anderen Patienten gewährleistet bleiben. Wir bitten Sie daher, folgende Punkte zu beachten:


Vermeiden Sie unnötige Krankenhausbesuche

Es besteht immer das Risiko, dass Infektionserreger von außen ins Krankenhaus getragen werden. Um Mitarbeiter, Patienten und Besucher dauerhaft schützen zu können, müssen hygienische Schutzartikel vernünftig und effizient eingesetzt werden – denn ein erkrankter Mitarbeiter kann keine Patienten versorgen. Das bedeutet:

  • Kommen Sie nur in die Notaufnahmen, wenn Sie wirklich schwer erkrankt sind. Auch dann gilt: Bitte vorher anrufen – je nach Schwere die Hotline des Gesundheitsamtes (0231 50 13150) oder in sehr schwerwiegenden Fällen den Rettungsdienst (112).
  • Verzichten Sie derzeit möglichst auf Patientenbesuche und schützen Sie damit sich und andere.
  • Die Zahl von Besuchern im Krankenhaus muss eingeschränkt werden. Nur einzelne, enge Angehörige sind aktuell erwünscht.


Ärzte und Pflegepersonal müssen in Ruhe arbeiten können

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Notaufnahme sind stets stark eingespannt. Höherer Fallzahlen sind zu erwarten und die Belastung wird weiter steigen. Daher bitten wir Sie

  • auf telefonische Anfragen zum neuen Coronavirus bzw. COVID-19 zu verzichten. Hierfür ist das Gesundheitsamt zuständig, das seit dem 2. März 2020 eine Hotline geschaltet hat: 0231 50 13150.
  • sich bei auftretenden Symptomen (hohes Fieber, Husten, eventuell Kurzatmigkeit) telefonisch an Ihren Hausarzt oder an das Gesundheitsamt (0231 50 13150) zu wenden.


Helfen Sie uns bei der Vorbereitung

  • Auch abgesehen von einer steigenden Zahl von COVID-19 erhalten wir in der Grippesaison traditionell weniger Blutspenden. In unserer Blutspende, die auch umliegende Krankenhäuser versorgt, können Sie als gesunder Spender Dortmunder Patienten auf direktem Wege helfen. Öffnungszeiten und weitere Informationen finden Sie auf www.blutspendedo.de.
  • Helfen Sie uns dabei, Ressourcen zu sparen, indem Sie auf unnötige Krankenhausbesuche verzichten. Desinfektionsmittel und Schutzmasken brauchen wir dringend bei Operationen.


Halten Sie sich und andere gesund

Das neuartige Coronavirus wird durch Tröpfchen und über Hände oder Gegenstände übertragen – über direkten und indirekten Kontakt, indem das Virus auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen gelangt.

  • Niesen und Husten Sie nur in Ihre Ellenbeuge, in Einmal-Taschentücher oder auf den Fußboden
  • Halten Sie Abstand zu Ihren Mitmenschen (etwa zwei Meter)
  • Fassen Sie sich möglichst nicht mit den Händen an Mund, Nase oder Augen, bevor sie gewaschen oder desinfiziert wurden
  • Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände so oft wie möglich
  • Verzichten Sie zur Begrüßung auf das Schütteln der Hände sowie Umarmungen
  • Nutzen Sie die frische Luft: Lüften Sie regelmäßig und halten Sie sich im Freien auf. Wichtig: Das Tragen von Schutzmasken im Freien ist nicht notwendig.


Wir hoffen auf Ihre Unterstützung, um in dieser besonderen Situation die medizinische Versorgung von Ihnen, Ihren Angehörigen und Mitmenschen auch weiterhin optimal gewährleisten zu können.
 

Presseinformation

Marc Raschke (Leiter der Unternehmenskommunikation)

E-Mail: marc.raschke@klinikumdo.de
Tel: +49 (0)231 953 21200