Schon seit seiner Geburt liegt bei Herbert Schlenter ein Situs inversus vor – nicht nur sein Herz, sondern auch alle anderen Organe sind spiegelverkehrt in seinem Körper angelegt. Unter normalen Umständen verursacht das weltweit seltene Phänomen keine gesundheitlichen Beschwerden. „Leidet der Patient allerdings an einer Erkrankung wie, im Fall von Herrn Schlenter, an einer Aortenklappeninsuffizenz, muss bei Eingriffen komplett umgedacht werden“, sagt Dr. Blehm. Der Mediziner hat schon jahrelange Erfahrung in dem Bereich und eine weltweit seltene Expertise rund um die Aortenklappe.
90% der OPs ohne Eröffnung des Brustbeins
„Angefangen hat das Ganze mit ein bisschen Müdigkeit und Atemnot, die aber sehr schnell sehr schlimm wurde“, so Schlenter. „Als ich dann die Diagnose bekam, wurde mir direkt Prof. Albert im Klinikum Dortmund empfohlen.“ Der Klinikdirektor führt dort zusammen mit seinem Team 90% der Operationen ohne Eröffnung des Brustbeins, also minimal-invasiv, durch. So nahm der Patient den Weg von Aachen aus auf sich und hat in einer dreistündigen Operation von Dr. Blehm und Dr. Kojcici eine neue Herzklappe eingesetzt bekommen. Dazu war lediglich ein 6cm langer Schnitt an der Brustseite nötig, über den die Experten die Aortenklappe ersetzt haben. So hat der Patient nachher weniger Narben und kann schneller genesen.
Pünktlich zu einem besonderen Anlass
Durch die schonende Operationsmethode konnte der Patient dann schon acht Tage nach dem Eingriff wieder nach Hause entlassen werden – pünktlich für einen besonderen Anlass. „Genau an dem Tag haben meine Frau und ich unseren 50. Hochzeitstag gefeiert“, so Schlenter. „Ich habe mich riesig gefreut, dass ich den zuhause an ihrer Seite verbringen konnte. Meine Kinder und Enkel waren auch richtig begeistert, wie fit ich schon wieder bin.“ Nun geht es für Schlenter in die Reha, damit sein Körper wieder vollständig regenerieren kann.
(Von Annika Haarhaus, Mitarbeiterin der Unternehmenskommunikation)